Kontrazeption bei Jugendlichen und in besonderen Fällen

Fortpflanzungszentrum

Sprecher:
Prof. Dr. med. Matthias W. Beckmann

Die Frage nach der geeigneten Verhütungsmethode bei Jugendlichen ist im Alltag der kinder-und jugendgynäkologischen Sprechstunde ein wichtiges Thema.

Die Aufgabe besteht hierbei nicht immer nur in der Verschreibung von einem oralen Kontrazeptivum (Pille) nach vorheriger Aufklärung, sondern auch in der Auswahl einer geeigneten Verhütungsmethode bei bestehenden Vorerkrankungen oder besonderen Fragestellungen.
Bestimmte Begleiterkrankungen wie z.B. Epilepsie, Migräne, Gerinnungsstörungen oder auch hormonelle Regulationsstörungen, machen eine individuelle Beratung und Entscheidung notwendig. Neben dem Einsatz als Verhütungsmittel bieten viele Kontrazeptiva auch einen therapeutischen Nutzen. So kann die Einnahme einer Pille bei Beschwerden zur Regelblutung (Dysmenorrhoe), bei zyklusabhängiger Migräne, unreiner Haut (sog. Akne) oder bei einem Überschuss an männlichen Geschlechtshormonen (Hyperandrogenämie) als Therapie empfohlen werden.