Fertilitätserhalt

Fortpflanzungszentrum

Sprecher:
Prof. Dr. med. Matthias W. Beckmann

Bis jetzt gibt es keine Leitlinien für Fertilitätserhaltende Maßnahmen. Die deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe strebt eine S3 Leitlinie für den Fertilitätserhalt bei Frauen an. Das deutsche Netzwerk FERTIProtekt hat Empfehlungen von einer Expertengruppe aus Mitgliedern auf ihrer Homepage veröffentlicht, diese Empfehlungen betreffen allerdings nicht Kinder und Jugendliche. Wir wissen jedoch, dass 80 % aller Kinder und Jungendlichen mit der Diagnose Krebs dank moderner Therapieoptionen ihre Erkrankung überleben. Eine Nebenwirkung die Behandlungen wie Chemotherapie oder Bestrahlung allerdings auch bei Kindern mit sich bringen können, ist der Verlust der Fortpflanzungsfähigkeit. Aufgrund der hohen Überlebensrate ist es heute durchaus legitim sich über die Lebensqualität nach überstandener Erkrankung Gedanken zu machen. Ein wichtiger Punkt der Lebensqualität ist dabei die Fähigkeit Kinder bekommen oder zeugen zu können. Modifikationen der Behandlung der malignen Erkrankung und Techniken der assistierten Reproduktionsmedizin können die Fertilität dieser jungen PatienteInnen aber auch der PatentInnen, die aufgrund nicht maligner Erkrankungen einen Verlust der Keimzellen erleiden könnten, erhalten oder wieder herstellen.

Eine Beratung über mögliche Maßnahmen zum Erhalt der Fertilität sollte daher unbedingt vor jeder Therapie, die Einschränkungen der Fertilität mit sich bringen könnte, erfolgen.

Weitere Informationen zum Fertilitätserhalt finden Sie hier:
Homepage Universitäts-Fortpflanzungszentrum Franken (UFF)