Hautveränderungen des äußeren Genitals

Fortpflanzungszentrum

Sprecher:
Prof. Dr. med. Matthias W. Beckmann

Die Labiensynechie ist eine häufige Erkrankung im Kleinkindesalter mit einer sehr hohen Rückfall-Rate. Es handelt sich hierbei um eine Verklebung der kleinen Schamlippen.
Die Mütter berichten häufig über ein "komisch" aussehendes Genitale. Typischerweise findet sich eine Verklebungsnaht der kleinen Schamlippen, die pergamentartig erscheint.

Die Behandlung besteht in einer konsequenten Anwendung von östrogenhaltiger Salbe. Ein operativer Eingriff sollte generell vermieden werden. Er führt häufig zu Vernarbungen und nicht zu einer Verkleinerung des Rückfallrisikos.

Der Lichen sclerosus et atrophicans ist, wie die Labiensynechie, ein Erkrankungsbild mit hoher Rückfallrate. Er kommt vor allem in der hormonellen Ruhephase (2. bis 8. Lebensjahr) der Mädchen vor. Mit Beginn der eigenen Östrogenproduktion bessert sich häufig das Krankheitsbild. Es kann dann zur kompletten spontanen Rückbildung kommen.

Die Mädchen geben oft sehr starken Juckreiz des äußeren Genitales an. Es findet sich eine atrophische Haut, eventuell mit Rhagaden, kleinen Einblutungen oder Kratzspuren.

 
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