(Modified) Natural Cycle (IVF/ICSI)

Fortpflanzungszentrum

Sprecher:
Prof. Dr. med. Matthias W. Beckmann

Die IVF/ICSI im natürlichen Zyklus kommt entweder ganz ohne künstliche Hormone oder nur mit einer minimalen hormonellen Unterstützung aus. Die Vorgänge der Follikelpunktion, der künstlichen Befruchtung der Eizelle durch die IVF- oder ICSI-Methode und des Embryotransfers bleiben bei einer Behandlung im natürlichen Zyklus oder nach milder Stimulation unverändert. Allerdings ist es bei den meisten Patientinnen möglich, die Gewinnung der Eizellen ohne Narkose durchzuführen.

Der größte Vorteil der IVF/ICSI-Therapie im natürlichen Zyklus (Natural Cycle) ist die geringere Hormonbelastung. Damit sind auch geringe Nebenwirkungen sowie Risiken verbunden. Ein weiterer Vorteil sind deutlich niedrigere Behandlungskosten. Durch den Verzicht auf eine hormonelle Stimulation erfordert die Natural Cycle IVF/ICSI allerding in der Regel mehr Versuche als bei einer klassischen IV/ICSI-Behandlung. 

Für wen ist diese Behandlung besonders geeignet?

  • sogenannte Low Responder: Frauen, bei denen selbst eine hoch dosierte Gonadotropin-Stimulation zur Bildung von nur sehr wenigen Follikeln führt.
  • sogenannte High Responder: Frauen mit einem hohen Risiko für ein Überstimulationssyndrom im Rahmen der Durchführung einer normalen IVF (Frau ist jünger als 40 Jahre)
  • Frauen mit Risiken für eine klassische IVF (z. B. nach Brustkrebserkrankung, Thromboseneigung etc.)
  • Patientinnen, die drei von der Krankenkasse bezahlte Zyklen erfolglos hinter sich gebracht haben
  • Frauen, die keine Hormonbehandlungen haben möchten
  • sogenannte „Implantationsversagern“: Frauen, die bei der konventionellen IVF zwar immer gute Embryonen hatten, bei denen es jedoch nie zur Einnistung gekommen ist
 
Kontakt

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