Eileiterdurchgängigkeit

Fortpflanzungszentrum

Sprecher:
Prof. Dr. med. Matthias W. Beckmann

Eine der Ursachen von ungewollter Kinderlosigkeit bei Frauen stellt der beidseitige Eileiterverschluss (tubare Sterilität) dar. Bei allen Paaren, bei denen eine Befruchtung der Eizelle innerhalb des weiblichen Körpers angestrebt wird, ist die Durchgängigkeit der Eileiter eine Grundvoraussetzung. Um zu prüfen, ob die Eileiter durchgängig sind, können operative Verfahren wie die Bauchspiegelung (Laparoskopie) angewendet werden. Alternativ besteht die Möglichkeit, eine ambulante Hysterosalpingo-Kontrastsonographie durchzuführen.

Bauchspiegelung (Laparoskopie), Chromopertubation und Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie)

Die Bauchspiegelung ist die sicherste Methode für eine Abklärung der Eileiterdurchgängigkeit und bietet zusätzlich die Möglichkeit, andere etwaige Erkrankungen wie z. B. eine Endometriose oder Verwachsungen zu erkennen bzw. zu behandeln.

Die Bauchspiegelung erfolgt im Operationssaal unter Vollnarkose. Hierbei wird eine Optik über den Bauchnabel in den Bauchraum eingeführt. Hierdurch können Anatomie und Funktion der Genitalorgane im kleinen Becken untersuchen werden. Dann wird eine Methylenblau-Lösung durch die Gebärmutter in die Eileiter gespült und unter Sicht festgestellt, ob die Eileiter durchgängig sind oder ein Eileiterverschluss vorliegt. Außerdem wird eine diagnostische Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) durchgeführt, um eventuelle Veränderungen in der Gebärmutterhöhle (Uterus myomatosus, Polypen, Septen etc.) festzustellen. Die Kosten für die Bauchspiegelung werden im Regelfall von der Krankenkasse übernommen.

Sonographische Eileiterdurchgängigkeitsprüfung (Hysterosalpingo-Kontrastsonographie; HSU)

Die operative Bauchspiegelung und Chromopertubation stellt die empfohlene Standarduntersuchung dar. Da die Bauchspiegelung aber einen operativen Eingriff unter Narkose bedingt, kann alternativ durch eine Ultraschalluntersuchung die Eileiterdurchgängigkeit unter Verwendung eines Ultraschallkontrastmittels geprüft werden.

Hierbei wird unter Ultraschallkontrolle ein dünner Schlauch (Katheter) durch den Gebärmutterhals eingeführt. Anschließend wird das Kontrastmittel in die Gebärmutter eingespritzt. Dadurch kann man per Ultraschall erkennen, ob z. B. Myome in der Gebärmutter sind und ob es andere Anomalien der Gebärmutter gibt. Nun wird noch etwas mehr Kontrastmittel eingespritzt, um die Eileiterdurchgängigkeit zu überprüfen. Ist ein Eileiter verschlossen, so kann das Kontrastmittel nicht ablaufen, was wiederum im Ultraschall sichtbar ist.

Diese Untersuchung dauert nicht länger als 15 bis 20 Minuten und wird in der Regel zwischen dem 9. und 14. Zyklustag durchgeführt. In den meisten Fällen ist die Untersuchung schmerzfrei und Sie können anschließend Ihrem ganz normalen Tagesablauf nachgehen; gelegentlich können allerding während der Untersuchung ein mensartiges Ziehen im Unterleib sowie leichte Übelkeit auftreten.

 
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