Medikamentöse Methoden

Fortpflanzungszentrum

Sprecher:
Prof. Dr. med. Matthias W. Beckmann

Gonadotropin-releasing-Hormone (GnRHa) können für die Dauer einer Chemotherapie verabreicht werden. Es handelt sich um sog. Depot-Präparate, die einmal monatlich gespritzt werden. Durch dieses Medikament wird der Körper hormonell in einen vorpubertären Zustand versetzt. Theoretisch sind in diesem Zustand die Eizellen, die sich noch in einem unreifen Zustand befinden, gegenüber den schädlichen Wirkungen der Chemotherapie geschützt. Praktisch konnte erst im Rahmen einer Studie überzeugend der Nachweis gebracht werden, dass eine hormonelle Blockade der Eierstockfunktion während der Chemotherapie das Überleben von Eizellen verbessern kann. Kleinere Untersuchungen konnten diesen Trend bestätigen, andere Studien wiesen den positiven Effekt allerdings nicht nach. Die Verabreichung von sog. Gonadotropin-releasing - Hormonen zum Schutz des Eierstocks hat den Vorteil für die Frau risikoarm zu sein und die Wirksamkeit der Chemotherapie bei fast allen Erkrankungen nicht zu beeinflussen. Daher spricht in manchen Situationen, gerade bei jungen Frauen, mehr für eine Verabreichung des Medikamentes als dagegen, obwohl die Wirksamkeit nicht eindeutig nachgewiesen ist.

 
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